Ich überspringe jetzt erst mal meinen kurzen Aufenthalt in Guayaquil, weil ich nach den Galápagos Inseln noch einige Tage dort war und fasse dann alles in einem Beitrag zusammen. Also kommen wir zu meinem Traum-Ziel. Wenn ihr mich jetzt sehen könntet… in meinem Gesicht macht sich automatisch ein riesiges Grinsen breit, wenn ich an meine Zeit dort zurück denke. Aber bevor ich meinen Flug nach Baltra gebucht habe, war da kein Grinsen, eher Missmut. Ich träume ja schon länger davon, dieses Ziel zu bereisen und wusste deswegen natürlich, dass es teuer werden würde. Bevor ich Deutschland verlassen habe, habe ich immer gesagt „Ok, Galápagos ist teuer, aber so eine einmalige Sache, das ist schon ok. Ich mache das eher zu Beginn meiner Reise, als zum Ende hin, damit ich definitiv genug Geld dafür habe bla bla“. Aber wenn es dann soweit ist, dass man die Kohle hinblättern muss… oh man. Da waren so viele Gedanken, wie „aber ich kann von dem Geld noch locker zwei Monate länger reisen – ist es das wirklich wert?“. Mini-Luxus-Krise. Aber wofür hat man eine Mama. Die wurde erst mal per Videochat kontaktiert bzw. ich habe ihr mein Herz ausgeschüttet. Sie erinnerte mich daran, wie lange ich schon davon träume und schwärme und wie sehr ich es vermutlich bereuen würde, wenn ich es nicht mache. Eigentlich wusste ich das zwar schon… aber es tat trotzdem gut, das noch mal zu hören. Also legte ich all die blöden aber-es-ist-so-teuer-Gedanken beiseite und buchte meine Flüge plus die erste Nacht im Hostel auf der Insel Santa Cruz. Mein Plan war vor Ort den Rest zu buchen, weil ich von vielen gehört und gelesen habe, dass es so günstiger ist. 10 Tage Galápagos Inseln. Ich kann es immer noch nicht richtig realisieren, dass ich diese Erfahrung wirklich gemacht habe. Sobald ich im Flieger saß, waren übrigens all die Geld-Sorgen komplett verflogen.

Aber starten wir von vorne: Im Hostel hatte ich ein Taxi vorbestellt, was morgens pünktlich vor der Tür stand. Die 10-minütige Fahrt war ratz fatz vorbei und dann stand ich erneut am Flughafen. Diesmal konnte ich aber nicht einfach zum Schalter gehen und einchecken, nein, die Einreise auf die Galápagos Inseln ist streng geregelt. Also erst mal zu diesem Schalter:

Und hier latzt man auch schon das erste Mal Geld: 20$ für eine Deklaration, dass man nichts illegal auf die Inseln einschleppt bzw. alle Regeln beachtet. Und das Gepäck wird durchleuchtet + mit einem blauen Klipp versiegelt. Mit meinem 20$ teurem Stück Pappe und dem versiegelten Rucksack konnte ich endlich einchecken. Verboten sind übrigens frische Früchte, Käse oder Kaffee. Das empfindliche Ökosystem wird durch diese ganzen Regelungen geschützt. Noch etwas müde gönnte ich mir am Gate einen Kaffee und konnte es kaum erwarten in den Flieger zu steigen. Schließlich war‘s soweit. Während des Fluges wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich mir da tatsächlich grade einen riesig großen Traum von mir erfüllte. Total seltsames, aber unfassbar gutes Gefühl. Und dann waren wir auch schon da, trotz der Maske könnt ihr die Freude in meinem Gesicht sehen. Ich war so mega aufgeregt und happy.

Und auch hier noch mal ganz viele Regeln, um die Inseln zu schützen. Erneut wird man zur Kasse gebeten, diesmal 100$ Nationalpark-Gebühr. Das Geld wird in den Park investiert, immerhin etwas. Das Handgepäck wird erneut gescannt und das aufgegebene Gepäck noch von Hunden kontrolliert, bevor man es zurück bekommt. Hinter dem offenen Gitter auf dem Bild lag ein süßer Schäferhund, der nach seiner getaner Arbeit kurz Pause hatte. Der Flughafen ist total klein und direkt neben dem Ausgang konnte ich dann schon den ersten Land-Iguana bestaunen. Danach kaufte ich für 5$ ein Busticket, um zum sogenannten Kanal zu fahren. Während der kurzen Fahrt musste der Fahrer mehrmals stoppen und in großen Bögen um Iguanas herum fahren. Alle im Bus, ich inklusive, klebten an den Scheiben um ja alles zu sehen haha. Die Überfahrt von Baltra (auf dieser Insel ist nur der Flughafen + Militär) nach Santa Cruz kostete noch mal 1$. Auf Santa Cruz angekommen sah ich dann meinen ersten Seelöwen, der einfach so am Taxi/Bus-Stand chillte. Für die ganzen Mitarbeiter dort total normal, ich hingegen war total entzückt. Ein paar Fotos, 5$ und die nächste Busfahrt später kam ich dann in Puerto Ayora an, der größten Stadt auf den Galápagos Inseln (12.000 Einwohner).

In meinem Hostel angekommen stellte ich erfreut fest, dass wir im Dorm keine Hochbetten haben. Ich stellte nur meinen Rucksack ab und fragte dann an der Rezeption, wo ich wohl günstig eine Cruise oder Touren buchen kann. Das hätte ich mir auch sparen können, denn wie ich kurz später feststellte ist die Stadt ziemlich klein und alles per Fuß schnell erkundet. Bevor ich mir aber Puerto Ayora genauer anschaute, klapperte ich einige Agenturen ab, um meinen Trip zu planen/buchen. In einer der Agenturen buchte ich dann, bei der lieben Betty, einen 3-Tages-Trip nach Isabella und eine 5-tägige Cruise. Whhhaaa so aufregend!! Super glücklich schlenderte ich dann durch die Stadt und war total begeistert von den Seelöwen am Hafen. Außerdem ging ich ins Naturmuseum (der Eintritt war tatsächlich kostenlos haha) und saugte neugierig alle Infos über die Tiere und Natur auf.

Abends fiel ich hundemüde, aber dankbar, fasziniert und zufrieden in mein Bett. Am darauffolgenden Tag schlief ich aus und machte mich dann auf den Weg zur Tortuga Bay. Ein nahgelegener wunderschöner Strandabschnitt, an dem die riesigen Schildkröten brüten. Ich konnte leider keine Schildkröten sehen, nur die eingezäunten kleinen Stellen, an denen ihre Eier liegen. Aber alleine am Meer zu sein macht mich schon immer ziemlich glücklich und es waren genug andere Tiere zu bestaunen. Pelikane, Seelöwen, Marine Iguanas und unzählige Vögel. Auf dem Weg zum Strand sah ich ganz viele verschieden Palmen, Schmetterlinge und Echsen. Man staunt einfach nur, weil die Natur so schön ist und die vielen Tiere so nah sind. Die Marine Iguanas können im Gegensatz zu ihren Verwandten Land-Iguanas übrigens schwimmen und tauchen, weil sie ihre Nahrung Unterwasser finden (hauptsächlich Algen). Ihre Schwänze sind deswegen auch deutlich länger und kräftiger, damit sie besser schwimmen können. Und das ganze Salz, dass im Meerwasser ist und ihre Körper aufnehmen, niesen sie am Strand einfach wieder aus. Man hört dann immer wieder lustige “pfifft“-Geräusche und das Salz schießt aus ihrer Nase. Und weil sie im Wasser auch etwas auskühlen, liegen sie so gerne auf den schwarzen Lavasteinen oder kuscheln miteinander bzw. liegen in wilden Haufen aufeinander. Ich fand sie total faszinierend, weil sie mich irgendwie an kleine Dinosaurier erinnern. Ich verbrachte den ganzen Tag am Strand: ich bin den kompletten, mehrere Kilometer langen Abschnitt entlang gelaufen, habe alle Tiere die mir begegneten bestaunt und eine Millionen Fotos und Videos gemacht haha. Außerdem war ich im Meer schwimmen und habe mich einfach an der idyllischen Natur erfreut.

Am Flughafen hatte ich am Tag zuvor einen Gutschein bekommen für den Prague Pub. Zwei Bier trinken, eins bezahlen. Das ist doch perfekt für einen entspannten Abend nach einem Tag mit so vielen neuen Eindrücken. Also lies ich mir das Bier schmecken und fiel danach erneut müde in mein Bett.

Am nächsten Morgen klingelte dann, für meinen Geschmack viel zu früh, wieder mein Wecker. Aber für schöne Sachen quält man sich ja gerne aus dem Bett: meinen 3-Tage-Isabella-Trip. Meinen großen Backpack konnte ich im Hostel unterstellen, also ging es nur mit meinem neuen Wanderrucksack auf zum Hafen. Ich fand schnell meine Gruppe, aber es dauerte noch eine ganze Weile, bis alle da waren. Und dann durften wir 1$ bezahlen, um den Pier benutzen zu dürfen und natürlich wurde wieder unser Gepäck durchleuchtet. Dann zahlten wir 50 Cent für das Wassertaxi vom Pier zu unserem Boot. Das kleine Boot fuhr rasant und prallte immer wieder mit voller Wucht auf‘s Wasser – ich bin so froh, dass ich in meiner kompletten Zeit nie Seekrank wurde!! Zwei Stunden später dann 1$ für das Wassertaxi + 10$ Eintritt, um Isabella betreten zu dürfen. Ein Mitarbeiter wartete schon auf seinem Roller auf mich und wir fuhren zu meinem Hotel. Für die 3 Tage/2-Nächte-Tour die ich gebucht hatte, hatte ich tatsächlich ein eigenes Zimmer – mit großem Bett und eigenem Bad. Luxus pur!! Nachdem ich eingecheckt hatte, fuhr der Mitarbeiter mit mir zum nächsten Ziel: die Riesenschildkröten Aufzucht-Station. Weil ihre Population stark gefährdet ist, gibt es direkt auf mehreren Inseln solche Stationen. Wir liefen durch die gesamte Station und ich lernte so einiges über Schildkröten, das ich noch nicht wusste. Außerdem gab es Schildgrößen in allen Größen/Alterskategorien. Der Spaziergang danach zurück ins Dorf führte uns vorbei an Flamingos, verschiedensten Vögeln und unzähligen Iguanas, die die Sonne genossen.

Danach bekam ich mein Mittagessen und hatte kurz Zeit mir meinen Bikini zu schnappen. Anschließend wurde ich schon für den nächsten Ausflug abgeholt. Wir fuhren mit einem kleinen Boot und einem Guide zur Insel Tintorera. Bereits auf dem Weg dorthin machten wir Halt an verschiedenen Stellen, bei denen wir vor allem Pinguine und Pelikane sehen konnten. Und, worauf ich schon seit Betreten von Galápagos gewartet habe: Blaufußtölpel. Aber nicht nur das, Magda paddelte in einem Kanu an mir vorbei. Ich hörte auf einmal „Kaaatthiiii“ und da saß sie, breit grinsend in ihrem Kanu (allerdings fuhr sie schon nachmittags wieder zurück nach Santa Cruz, weswegen wir uns nicht treffen konnten). Auf Tintorera angekommen konnten wir süße kleine Baby-Iguanas bestaunen und einen faulen Seelöwen, der auf einer Parkbank chillte. Die Baby-Iguanas waren so gut getarnt auf den schwarzen Lavasteinen mit ihrer schwarzen Körperfarbe, dass man ganz schön aufpassen musste, nicht auf sie drauf zu treten. Der Guide erzählte uns einiges zu der kleinen Insel und ihren Bewohnern und zeigte uns schließlich die Weißspitzen-Riffhaie in der natürlichen Grotte. Einige Seelöwen gesellten sich zu ihnen und ärgerten sie ein bisschen. Das machen sie wohl ganz gerne, ist wie ein Spiel für sie. Ein paar Meter weiter waren dann Jungtier Seelöwen und faszinierende Korallensteine, über die wir liefen. Zum krönenden Abschluss durften wir dann in unsere Badeklamotten schlüpfen, Tauchbrille und Schnorchel anziehen und über die Weißspitzen-Riffhaie drüber schnorcheln. Der Guide hatte uns gesagt, dass sie total harmlos sind, aber trotzdem hat man ein bisschen mulmiges Gefühl, wenn sie so nah unter einem sind. Dennoch ein super cooles Erlebnis. Und eine halbe Stunde später war der ganze Spaß auch schon wieder vorbei. Zurück auf dem Boot gab‘s noch einen kleinen Snack und dann fuhren wir schon zurück nach Isabella, wo ich müde in mein Bett fiel.

Am nächsten Tag stand ein Ausflug nach Los Tuneles an. Ich hatte schon von einigen gehört/gelesen, dass es ihr Highlight war – im Nachhinein kann ich sagen, definitiv auch eins meiner Highlights! Nach dem Frühstück ging es erst mal zur Agentur, wo wir eine Schnorchel-Ausrüstung, Schwimmflossen und einen kurzen Neopren-Anzug bekamen (über den ich echt dankbar war, denn gestern beim Schnorcheln ohne Shorty war‘s schon echt kalt zum Schluss). Als dann alle da und ausgestattet waren ging es wieder zum Hafen. Bevor wir ins Boot stiegen waren aber erst mal alle total entzückt von dem kleinen Baby-Seelöwen, der gemütlich bei seiner Mama etwas Milch trank. Die Kleinen trinken die ersten zwei Lebensjahre Milch von ihrer Mama. Als Besucher wird man immer wieder darauf hingewiesen, dass man Abstand zu den Tieren halten soll, was eigentlich logisch ist. Aber viele Tiere, wie z.B. diese Jungtiere sehen eben echt süß aus. Problematisch wird es, wenn sich manche Menschen nicht mehr an die Regeln halten und die Jungtiere berühren. Ihre Mama kann dann den Geruch nicht mehr wahrnehmen und findet ihr eigenes Kind nicht mehr wieder. Für dieses wiederum bedeutet das den Tod, denn es bekommt keine Milch mehr. Sowas zu hören macht mich echt wütend und traurig.

Wir hatten ungefährt 45 Minuten Fahrt vor uns. Zwischendurch hielten wir an einem größeren Felsen, der aus dem Wasser ragte und umzingelt war von Vögeln. Wir fuhren langsam ganz nah dran, um uns das Spektakel besser ansehen zu können. Mein Foto gibt leider nicht so ganz wieder, wieviel dort los war. Schade, dass ich hier keine Videos hochladen kann. Einen zweiten Zwischenstopp gab es dann, weil wir im Meer mehrere riesige Mantarochen entdeckten. Der Guide meinte, wir dürfen uns auf‘s Dach vom Boot setzen um sie besser sehen und fotografieren/filmen zu können. Ich durfte dann da oben sogar sitzen bleiben, weil es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel war. Ich genoss den Wind, das Freiheitsgefühl und die Natur um mich herum.

Doch was ist das Besondere an unserem Ziel? Los Tuneles = die Tunnel ist das Ergebnis von ins Meer gestürzter Lava, die hunderte von Lavatunneln und Lavabrücken über und unter dem Wasser geschaffen hat. Richtig malerisch, diese Lavaformationen. Und in/auf den Lavatunneln leben viele Tierarten wie die Weißspitzen-Riffhaie, Mantarochen, Seepferdchen, Pinguine, Meeresschildkröten, Seelöwen, Riesenmantas, bunte Fische und Blaufußtölpel. Diese Lavatunnel entstanden vor Millionen von Jahren, als die Lavaströme aus den Vulkanen der Insel durch den Kontakt mit dem Wasser an der Außenseite erstarrten, während sie im Inneren flüssig blieben und die Tunnel hinterließen… Wir waren erst an zwei verschiedenen Stellen schnorcheln und was soll ich sagen: Wahnsinn! Die Tiere so nah direkt neben sich im Wasser zu haben. Ein Pinguin kam zu mir ins Wasser gesprungen, nachdem er mich neugierig anschaute und für ein gemeinsames Foto posierte. Das Sonnenlicht sah so schön aus unter Wasser und ein Seelöwe sauste an uns vorbei. Ich habe auch noch nie so ein großes und schönes Seepferdchen gesehen. Es war wirklich ein Traum. Und unser Guide machte mit der GoPro Fotos von und für uns, die wir nachher in der Agentur direkt auf unser Handy laden konnten. Deswegen kann ich von diesen Schnorchel-Ausflügen auch mal ein paar Bilder mit euch teilen. Was für mich auch noch besonders war, waren die Baby Weißspitzen-Riffhaie, die total neugierig waren und super nah auf einen zu geschwommen sind, bevor sie fix weiterreisten. Nach dem ersten Schnorcheln bekamen wir heißen Tee und ein paar Kekse, bevor wir zum zweiten Spot düsten.

Nach dem zweiten Mal schnorcheln fuhren wir im Schneckentempo durch die vielen Tunnel durch, der Bootsfahrer musste schon einiges an Erfahrung haben, denn unser Boot passte grade so durch die engen “Gassen“. Die Landschaft war unfassbar schön und so anders als alles, was ich zuvor gesehen habe. Dann gab es erst mal Mittagessen auf dem Boot: Reis mit Fleisch und Gemüse, direkt aus der Brotdose raus gegessen. Köstlich nach der ganzen Schwimmerei. Frisch gestärkt stiegen wir vom Boot rauf auf eine größere Lavaplattform. Auf dieser tummelten sich ganz viele Blaufußtölpel, die versuchten durch einen lauten und lustigen Tanz Weibchen für sich zu gewinnen. Ein Weibchen Brütete grad auf mehreren Eiern. Und was soll ich sagen, diese putzigen kleinen Tierchen machen so lustige Geräusche und auch ihr Blick ist urkomisch. Ich hab ja vorher schon erwähnt, dass Blaufußtölpel eine der Tierarten sind, die ich unbedingt sehen wollte. Dann umringt von ihnen zu sein und sie Tanzen, Singen und tollpatschig umher laufen zu sehen… schon wieder muss ich sagen: ein Traum! Der Guide erklärte uns einiges zu den Tunneln und auch der Tierwelt und nach einem kleinen Foto-Shooting ging es dann zurück auf‘s Boot. Viel zu schnell war dieser wundervolle Ausflug zu Ende.

Nachmittags waren wir zurück in der Agentur und nachdem ich alle Fotos hatte, machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel. Und während ich gemütlich zurück schlenderte, konnte ich meinen Augen kaum glauben, als ich Sven und Marieke erblickte. Das super nette und lustige Pärchen aus den Niederlanden (ich hoffe ihr erinnert euch noch an meine kleine Quilotoa Gang?). Wir wussten nicht, dass wir zeitgleich auf den Galápagos Inseln sein werden. Die Wiedersehensfreude war groß und wir verabredeten uns zur Happy Hour an einer chilligen Bar am Strand. Als ich dann fast am Hostel war, lief mir ein süßer Streuner entgegen, diese Augen sind wahnsinnig cool oder?!

Nach einer Dusche machte ich mich schon wieder auf den Weg Richtung Meer, weil ich gerne den Sonnenuntergang sehen wollte. An diesem Abend strahlte der ganze Himmel in den unglaublichsten Farben. Und danach hatten Sven, Marieke und ich einen super schönen Abend. Wir haben viel gequatscht und gelacht und natürlich Anthony ein Foto zukommen lassen, der unsere Quilotoa Gang komplementierte (aber schon wieder in den USA ist).

Und dann war er schon wieder da, der letzte Tag auf Isabella. Bevor es mit dem Boot wieder zwei Stunden zurück nach Santa Cruz ging, stand aber noch ein letzter toller Ausflug an: der Vulkan Sierra Negra, einer der aktivsten Vulkane der Galápagos Inseln. Aber es war nicht nur irgendein Freitag, dieser 11. Juni 2022 ist der Tag an dem mein großer Bruder Christoph und meine Schwägerin Miri geheiratet haben. Als ich beim Frühstück saß, waren die beiden schon seit vielen Stunden Mann und Frau. Und ich hatte alles verpasst. Ich hatte den Beiden eine Videobotschaft aufgenommen und auch eine sehr Liebe zurückbekommen und natürlich ganz viele Fotos und so… aber trotzdem hat es mir das Herz gebrochen, dass ich an diesem besonderen Tag nicht dabei sein konnte. Auch das ist Teil des Reisens – man kann nicht alles haben. Obwohl ich traurig war, freute ich mich natürlich auch riesig für die Zwei. Ich habe nämlich zwei sehr tolle Brüder und auch sehr tolle Schwägerinnen. Also hier noch mal: alles Gute für eure gemeinsame Zukunft. Ich habe übrigens eure Hochzeitsfotos dem kompletten Hotelpersonal gezeigt. Die waren besorgt um mich, weil ja klaro… hab wieder ein paar Tränchen vergossen haha. Alle gratulieren euch recht herzlich. So und jetzt zurück zu dem Vulkan-Ausflug. Unser Guide Alfredo war ne richtig coole Socke und erzählte uns super viel Interessantes über die Gegend, die Tiere und Pflanzen und ganz viel über Lava. Wir starteten unsere Wanderung an einer kleinen Hütte, es war ziemlich diesig als unsere Gruppe Richtung Krater und Lava-Landschaft aufbrach. Aber dort angekommen klarte es immer mehr auf, bis wir schließlich blauen Himmel und Sonnenschein hatten und auch der Krater zu sehen war. Ich habe die Unterhaltungen und die Natur sehr genossen. Und um euch etwas an den Infos teilhaben zu lassen: dort wächst eine spezielle Kakteen-Art, an der man erkennen kann wie alt die Lava ist. Da der Vulkan ziemlich aktiv ist und regelmäßig ausbricht, gibt es unterschiedlich große Kakteen an verschiedenen Stellen. Je Größer der Kaktus, desto älter die Lavaschicht auf der er wächst. Denn es sind nur ein paar Millimeter Wachstum pro Jahr.

Tja und dann war ich am späten Nachmittag auch schon wieder zurück auf Santa Cruz, begrüßt von den Seelöwen… Ich hatte noch einen letzten Gutschein für den Prague Pup, also genoss ich dort mein Abendessen mit köstlichem Bier und schlenderte danach noch etwas durch den Ort. Keine Ahnung, ob das jeden Freitagabend so ist oder ob was besonderes war… aber die Straßen rund um die Strandpromenade waren für Autos gesperrt und es stand zum Beispiel eine Tischtennis-Platte auf der Straße, es gab ganz viele Spiele für die Kids und laute Musik aus allen Ecken. Und ich war nicht die Einzige, die gemütlich umher lief. Ich hielt immer wieder an, um Fotos von Seelöwen zu machen, die mitten im Geschehen ganz entspannt ein Nickerchen hielten – so surreal.

Da ich noch keine Ahnung hatte, was ich am darauf folgenden Tag machen werde, stellte ich mir keinen Wecker und schlief erst mal aus. Nach den ganzen Eindrücken tat das sehr gut, ich konnte mich erst mittags nach einem Empanada und Kaffee aufraffen etwas zu unternehmen. Ich lief zu einem kleinen Fischmarkt, weil mir jemand erzählt hatte, dass die Pelikane ganz scharf auf den Fisch sind und den Stand belagern. Und ja, das war tatsächlich ganz lustig anzusehen. Die Fischer waren auch so nett und spendierten den gierigen Pelikanen immer wieder ein paar Happen. Die Pelikane liefen dann alle wild umher und jeder versuchte ein Stückchen Fisch zu ergattern.

Ich entdeckte nicht weit von dort noch ein paar weitere Tiere und einen kleinen Hippie-mäßigen Keramik-Garten. Als kurz später die Sonne rauskam, entschloss ich mich noch mal zur Tortuga Bay zu laufen, weil mir der Strand schon am Anfang soo gut gefallen hatte. Als ich wieder am hintersten Eck des Strandes ankam, wo auch die ganzen Iguanas relaxten, lief ich Magda in die Arme. Sie witzelte nur, dass sie mich mit meinem neuen blauen Rucksack schon aus der Ferne hätte sehen können. Nach einem netten kurzen Plausch machte sie sich auf den Rückweg zum Hostel, in dem auch ich mein Bett hatte. Wir verabredeten uns zu einem letzten gemeinsamen Abendessen und ich genoss noch etwas die Sonne, Tiere und Natur am Strand.

Als ich zurück im Hostel die Dorm-Tür öffnete grinste mir Magda entgegen. Wir waren wieder vereint haha. Allerdings nur für die eine Nacht. Am nächsten Tag flog sie weiter nach Perú und ich sollte meine Cruise starten. Wir hatten uns so einiges zu erzählen und aßen später noch gemeinsam Sushi. Ein erneuter schöner gemeinsamer Abend und Abschied.

Das war Part 1 meiner Galápagos Reise. Im nächsten Part berichte ich dann von der Cruise.

Wie immer: liebste Grüße an euch alle 🙂

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2 Kommentare

  1. Liebe Kathi,
    ich bin ganz begeistert von deinen Reiseberichten und den tollen Photos. Als ich jung war, wollte ich das gleiche machen und auf Weltreise gehen, aber dann kam Tanja dazwischen. Heute bin ich natürlich froh, sie zu haben. Freue mich auf weitere schöne Bilder von dir und deinen Erlebnissen.
    Liebe Grüße
    Johannes

    1. Hey Johannes,
      ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass ihr alle so begeistert mit mir mit reist 🙂
      Dir traue ich zu, dass du bald trotzdem noch losziehst hehe. Und ich bin auch froh, dass es Tanja gibt – beste Chefin der Welt 🙂
      Liebe Grüße zurück!

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